Dienstag, 04.06.2019
16:30 Uhr

Einsatz alternativer Lokalanästhetika

Prof. Dr. Nicole Arweiler, Marburg
18:00 Uhr Kurs: 6

Kursübersicht
Eine Behandlung ohne die Möglichkeit der lokalen Schmerzausschaltung ist in der heutigen Zahnmedizin kaum vorstellbar. Die Anfänge der Lokalanästhesie begannen mit Kokain, das der deutsche Chemiker Niemann 1860 aus den Blättern der Koka-Pflanze gewann und dessen schmerzlindernde Wirkung immer populärer wurde. In der Zahnmedizin haben sich verschiedene Verfahren wie die Oberflächenanästhesie, die Leitungsanästhesie, die Infiltrationsanästhesie sowie die intraligamentäre Anästhesie etabliert. Meist werden solche Anästhesieverfahren mit „Anwendung einer Spritze“ gleichgesetzt, aber gerade in der Parodontologie bietet sich die lokale Applikation von anästhesierenden Gelen an, die zwar eine geringere Anästhesietiefe aufweisen, aber zur professionellen Reinigung oder zur Wurzeloberflächenbearbeitung in Taschen meist ausreichend sind, ohne die Nebenwirkungen klassischer Verfahren aufzuweisen. Im Seminar werden Vor- und Nachteile solcher anästhetischen Gele beleuchtet.



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