Dienstag, 15.05.2018
11:00 Uhr

Prophylaxe 2018 – eigentlich ist alles ganz einfach! (11:00 – 12:30 Uhr)

Prof. Dr. Johannes Einwag, Stuttgart
12:30 Uhr Kurs: C

Kursübersicht
Der aktuelle Kenntnisstand zur Vermeidung der häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
1. Karies, Gingivitis, Parodontitis und Peri-Implantitits, sind „Biofilm-induzierte Erkrankungen“
Konsequenz: Die wichtigste Maßnahme der Prävention besteht somit darin, die Entwicklung krankheitsauslösender Biofilme zu verhindern. Im Zentrum der Prophylaxe steht die mechanische Entfernung des Biofilms (häuslich oder professionell) unterstützt durch Maßnahmen zur Verringerung der Demineralisation und Förderung der Remineralisation (Fluoridierung)

2. Erosionen sind nicht biofilm-induziert. Sie werden ausgelöst durch Säureangriffe, die von außen (z.B. Nahrung) oder innen (z.B. Magen) in die Mundhöhle gelangen.
Konsequenz: die wichtigste Maßnahme besteht darin, Säureattacken auf die Zähne zu vermeiden. Im Zentrum steht die Ernährungslenkung unterstützt durch Maßnahmen zur Verringerung der Demineralisation (Fluoridierung).

3. Abrasionen, keilförmige Defekte, Rezessionen sind Folge chronischer mechanischer Überbelastungen; Frakturen sind Folge akuter mechanischer Überbelastungen.
Konsequenz: Schutz des Zahnes/des Zahnhalteapparates vor mechanischen Überbelastungen. Im Zentrum stehen die Vermeidung zu hoher Druckbelastunge beim Zähneputzen (z.B. durch Gebrauch von Zahnbürsten mit Drucksensoren) und der Schutz vor hoher Druckbelastung durch Gebrauch von Schienen („Knirscherschiene“, „Sportlerschutz“).
Im Rahmen des Seminars werden konkrete Möglichkeiten, insbesondere  zur Prävention der biofilm-induzierten Erkrankungen vorgestellt.

 

 

 

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