Donnerstag, 17.05.2018
13:00 Uhr

Ästhetik und Lautbildung im Dienste der Identität des Patienten

Prim. Dr. Rudolf Fürhauser, Wien
14:30 Uhr Kurs: 17

Kursübersicht
Die größte Angst von Patienten, die zur ästhetischen Rekonstruktion kommen ist, dass die Versorgung unnatürlich und falsch wirkt (Weiner 2010). Die Zahnheilkunde hat über Jahrzehnte die dentale Ausgangssituation ignoriert, diese wurde als nicht erhaltenswert oder “unästhetisch” eingestuft. Zahnbreiten werden anhand der Nasenbreite erarbeitet, Frontzahngarnituren anhand der Gesichtsform. Wenn davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei den allermeisten Patienten nicht um totale Aplasien der bleibenden Zähne handelt, geht hier offensichtlich routinemäßig Information verloren. Was dabei darüber hinaus nicht bewusst wird ist, dass mit Veränderung der Zahnstellung die Lautbildung ebenso und unmittelbar verändert wird (Runte 2002).
Damit hat der Patient zwei große Probleme: Sein äußeres Erscheinungsbild verändert sich akzidentell und oft ungefragt und sein Sprechen ebenso. Beide Faktoren sind mit dem Thema Identität verknüpft. In diesem Seminar soll ein Konzept (der Implantatprothetik) vorgestellt werden, das eine idente Replikation der Bezahnung des Patienten zulässt oder wenn gewünscht, eine Veränderung von der Ursprungssituation ausgehend zulässt. Die Lautbildung spielt dabei eine zentrale Rolle.

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