Donnerstag, 06.06.2019
13:00 Uhr

Schienentherapie – ein Update

Prof. Dr. Torsten Mundt, Greifswald
14:30 Uhr Kurs: 19

Kursübersicht
Schienen werden zur Therapie von Myoarthropathien, bei Bruxismus, zur Einstellung/Erprobung der therapeutischen Bisslage und bei parodontalen Erkrankungen eingesetzt. Der klassische adjustierte Aufbissbehelf (Zentrikschiene, Michiganschine) mit äquilibrierter Abstützung im Seitenzahnbereich und frontalem Führungsschild ist hierfür immer noch Mittel der Wahl. Die Therapie mit anderen Schienenformen, z. B. primäre Repositionsschienen oder Schienen ohne frontale Führungsfunktion sollten die Ausnahme sein. Zur Einstellung der therapeutischen Bisslage, z. B. bei weit fortgeschrittenen Abrasionen sollte die Bisserhöhung im Vorfeld entweder festsitzend-adhäsiv auf Zähnen/Restaurationen oder mit der Doppelschienentechnik nach Edelhoff/Schweiger erprobt werden. Funktionelle Faktoren als Ursache parodontaler Erkrankungen sind in den letzten Jahren wissenschaftlich in den Hintergrund getreten. Trotzdem kann es im Einzelfall sinnvoll sein, das „okklusale“ Trauma“ mit Hilfe einer Schiene auszuschalten und nachfolgend durch Einschleifmaßnahmen oder Restaurationen zu eliminieren. Der Referent gibt hierfür einen Überblick aus seinem eigenen Therapierepertoire mit Behandlungsabläufen „step by step.

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