Donnerstag, 20.05.2021
13:00 Uhr

Okklusionsschienen – digital bis analog

Prof. Dr. Daniel Edelhoff, München
14:30 Uhr Kurs: 13 Hauptseminar

Kursübersicht
Die Vorbehandlungsphase mit Okklusionsschienen ist ein entscheidender Schritt im Rahmen eines strukturierten Behandlungskonzeptes bei komplexen Rehabilitationen mit Veränderung der Vertikaldimension der Okklusion (VDO). Traditionell werden Okklusionsschienen labortechnisch auf der Basis eines autopolymerisierenden PMMAs auf ausgeblockten Gipsmodellen angefertigt und anschließend im Drucktopf polymerisiert (analoges Herstellungsverfahren). Moderne Fertigungstechnologien ermöglichen die Verwendung CAD/CAM-Hochleistungspolymere, deren Materialqualität und -eigenschaften sich deutlich von herkömmlich gefertigten Schienen unterscheiden. Gefräste zahnfarbene CAD/CAM-Schienen aus Polycarbonat zeigen durch die Umgehung der Polymerisationsschrumpfung eine höhere Passgenauigkeit, eine höhere Langzeitstabilität und ein besseres ästhetisches Erscheinungsbild. Zudem können sie aufgrund ihrer Flexibilität in sehr geringen Schichtstärken hergestellt und verwendet werden. Durch die Teilung in eine Ober- und Unterkieferschiene können die im Wax-up festgelegten ästhetischen und funktionellen Aspekte komplett in die Schienen übertragen und realitätsnah wie auch reversibel durch den Patienten erprobt werden.
Das Seminar stellt das heutige Spektrum analog und digital gefertigter Okklusionsschienen vor und zeigt verschiedene Konzepte der Vorbehandlung komplexer Rehabilitationen sowie deren anschließende Übertragung in definitive Restaurationen.

Schlüsselwörter: Okklusionsschienen, Herstellungsmethoden, Veränderung der Vertikaldimension der Okklusion, Hochleistungspolymere, Kauflächenveneers, Okklusionskonzept.

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